UseR-Treffen am 26.10.2016

Nach einer Begrüßung und kurzen Vorstellung der insgesamt rund 35 Teilnehmer/-innen, begann der erste Abend des UseR-Treffens mit einer Demonstration zu dynamischen Dokumente mit Markdown und R. Markdown, das als einfache Auszeichnungssprache dient, wird zur Erstellung von gegliederten und formatierten Dokumenten genutzt. So können in Markdown-Dokumente R-Codes eingebunden und auch ausgeführt werden, um z.B. Tabellen und/oder Graphiken dynamisch zu erzeugen. Dabei wurde während des Treffens mehrfach das gute Zusammenspiel von R und Markdown, sowie die immer wiederkehrende Automatisierung von Auswertungen betont.

Nach einem kurzen Austausch der Teilnehmer über die vorgestellten dynamischen Dokumente, folgte der zweite thematische Schwerpunkt des Abends: Die Einführung in das Versionsmanagement mit Git. Im Allgemeinen geht es dabei um die Organisation von Daten, Dokumenten und Auswertungen, wobei die Versionsverwaltung zentral ist. Dies bedeutet, dass mithilfe von Git Änderungen an einer Datei stets nachverfolgt werden können. Aufgrund dessen wird insbesondere das gemeinsame Schreiben von Kooperationsprojekten vereinfacht, da für den jeweiligen Anwender immer die aktuellste Version der Datei vorliegt.

Präsentationen vom ersten Treffen

  • Einführung in R für neue Anwender und Umsteiger anderer Statistik Software
    Präsentation (1.5 MB)
  • Einführung in das Versionsmanagement mit Git
    Jan Marvin Garbuszus
    Präsentation
  • Dynamische Dokumente mit Markdown und R
    Sebastian Jeworutzki
    Präsentation (0.35 MB)

Bis die Zukunft Gegenwart wird

Unter diesem Motto fand das zweite UseR-Treffen mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Thematischer Schwerpunkt dieses Abends war das neue Paket „Future“, welches dazu genutzt werden kann Auswertungen in R zu parallelisieren. Die Parallelisierung ermöglicht eine Ausführung im Hintergrund, mit dem Ziel ein Objekt zukünftig verfügbar zu machen, ohne den R Prozess direkt zu blockieren. Erst wenn entsprechende Objekt aus der „Zukunft“ benötigt werden, wird auf die Ausführung des Prozesses gewartet, bis dieser Gegenwart geworden ist.

Dies setzt voraus, dass entsprechende Probleme in Teilprobleme zerlegt werden können, da eine Parallelisierung sonst nicht möglich ist. Dabei zu bedenken ist zudem, dass die Speicherauslastung unter Umständen hoch sein kann. In vielen Fällen überwiegen die Vorteile von Future, da neben der Zeiteinsparung auch die bekannte R-Syntax weitestgehend weiter genutzt werden kann und die Implementierung für die Nutzer/-innen relativ einfach ist. Nach Verständnisfragen zum Future-Paket und nach einer kleinen Diskussion erfolgten kurze Rezensionen über Einführungsbücher in R. Diese werden in Kürze ebenfalls hier auf der Homepage gelistet und im Laufe weiterer UseR-Treffen erweitert.

Präsentation vom zweiten Treffen